Urlaub für die Sinne

Geschrieben von Kerstin Butenhoff-Winkler

Paradies für Wassersportler und Kurort-Eldorado: der Scharmützelsee.

Was wäre wohl ein Sommer ohne Sonne, Strand und Wasser? Doch nicht nur am Strand gibt es rund um den Scharmützelsee viel zu entdecken.

Der Scharmützelsee ist der größte See Brandenburgs – und längst nicht nur deshalb eine Reise wert. Auch die Umgebung lässt kaum Wünsche offen. So gibt es hier über 300 Kilometer ausgewiesene Radwege und rund 20.000 Quadratmeter Wellnessangebote. Grund genug, mehr als nur einen Tag das Wasser zu verlassen und die Urlaubsregion Scharmützelsee ausgiebig zu erkunden.

Märkisches Meer

Bei seinem Besuch der damals noch weitgehend unbekannten Gutsdörfer Saarow und Pieskow im Jahr 1881 nannte der Dichter Theodor Fontane den Scharmützelsee das „Märkische Meer“. Diesen Namen hat er sich redlich verdient. Angler sind am Scharmützelsee bestens aufgehoben. Hier können Aale und Zander, Hecht und Karpfen, ja sogar Schlei gefangen werden. Auch Wassersportler kommen auf dem See auf ihre Kosten. Nicht nur Kanuten und Ruderer, sondern auch Windsurfer und Segler fi nden hier ideale Vorraussetzungen, ihr Geschick unter Beweis zu stellen. Der Scharmützelsee ist ein Endsee und über den Storkower Kanal und damit dem Storkower See auch mit den Berliner Gewässern verbunden. So sind Abwechslung und ein langer Urlaub auf dem Wasser garantiert.

Gerade Streifzüge durch das Land am Scharmützelsee vertiefen das Erlebnis, liegt der See doch zu großen Teilen im Naturschutzgebiet. Egal ob zu Fuß, auf dem Pferd oder mit dem Rad: Eine rund 28 Kilometer lange Tour um den Scharmützelsee offenbart innerhalb kürzester Zeit, dass am Scharmützelsee wirklich jeder Urlaub möglich ist.

Lange Badgeschichte

Wer die Tour am nördlichen Ende des Sees in Bad Saarow startet, beginnt am wohl bekanntesten und elegantesten Ort. Schon 1914 wurde hier ein Moorbad eröffnet, das Bad Saarow innerhalb kürzester Zeit zu einem beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel nicht nur der Berliner machte. Viele alte Villen und Parkanlagen erzählen von der langen Tradition als Erholungsort. Auch das Wahrzeichen Bad Saarows, das großzügige Bahnhofsgebäude, zeugt von der langen Bäder-Geschichte. Angeknüpft an die-se Historie wird mit der 1996 neu erbauten Saarow-Therme. Hier genießen Gäste in drei miteinander verbunden Becken 34 bis 36 Grad warme Sole, eine skandinavische und eine orientalische Saunalandschaft, Gesundheits- und Wellnessbehandlungen und vieles mehr. Dies alles geschieht mit staatlicher Anerkennung: Schon 1998 erhielt Bad Saarow als erster Kurort Brandenburgs die unbefristete staatliche Anerkennung als Heilbad. 2000 wurde dies durch den Titel „Staatlich anerkanntes Thermalsole- und Moorheilbad“ präzisiert. Eine Alternative zur Therme bietet der Wellnessbereich des Hotels Esplanade Resort & Spa, dass auf 3.500 Quadratmetern viel Abwechslung bietet. Ob heiß oder kalt, ruhig oder bewegt, allein oder zu zweit – dort findet jeder erfrischende Inspirationen fürs Ich. Wer sich sportlich betätigen und sein Handicap verbessern möchte, ist auf den drei 18-Loch-Plätzen des Sport- und Spa-Resort A-Rosa Scharmützelsee bestens aufgehoben.

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