Segeln auf der Müritz

Geschrieben von Thomas Kühne

Nach einer Woche Segelvergnügen - zurück in der Marina Müritz.

Gemeinhin ist der Hochseesegler der Überzeugung, Süßwassersegeln und Schattenparken sei in etwa eine Liga und seine Einstellung zu beidem ist eine grundsätzlich abweisende.

Meine Haltung zu der Frage war eine ähnliche und obschon es so ist, dass ich meine Vorurteile pflege, komme ich nicht umhin, gelegentlich das eine oder andere zu überdenken und anschließend aufzugeben. Die Müritz ist zwar ein Süßwassersee, hat aber mit Schattenparken nichts zu tun, im Gegenteil, sie ist durchaus tückisch. Das habe ich zwar oft gelesen und noch häufiger gehört, aber jetzt auch erfahren.

Nun will ich dem geneigten Lesern gleich die Furcht nehmen, wir sind nicht gesunken, es gab keinen Mast- oder Schotbruch. Denn zwar ist die Müritz tückisch, sie bleibt aber doch Süßwasser. Dafür aber wehte der Wind schon recht stark und vor allem böig aus Nord an nämlichen Junitag 2005, an dem wir in der Marina Müritz die Ariella übernahmen, die für die nächsten Tage unser Zuhause sein sollte. Das Beladen des Bootes mit unseren Vorräten verlief reibungslos, ebenso die Einweisung, die Verteilung der Aufgaben an Bord und der erste Teil des Ablegemanövers.

Wettertücken

Kaum waren jedoch die Leinen los, setzte der Regen ein, erst ziemlich stark, dann sehr stark, dann tropisch – nur kälter. Er hielt genau so lange an, wie jede Hand an Deck gebraucht wurde.

 

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