Mit dem Wohnmobil unterwegs

Geschrieben von Dr. Thomas Kliem

Der Stellplatz am Lenzer Hafen liegt direkt am kurzen Stichkanall zwischen Petersdorfer See und Plauer See. Foto: Thomas Kliem

Foto: Thomas Kliem

Die Mecklenburgischen Oberseen sind ein Eldorado für Wassersportler. Bietet sich die Region auch für eine Wohnmobilreise an? Wir wagten den Selbstversuch!

Deutschland ist ein ideales Reiseland für Reisemobilisten. Gute Campingplätze, zahlreiche Wohnmobilstellplätze und reizvolle Landschaften garantieren einen unvergessenen Urlaub. Die Reise mit dem Wohnmobil boomt, und viele Reiseregionen haben sich auf diese mobile Zielgruppe eingestellt. Wir sind mit dem Reisemobil an den Mecklenburgischen Oberseen unterwegs und erfahren, dass man nicht nur auf dem Wasser, sondern auch auf dem „Land“ bestens Urlaub machen kann.


 

Die letzte Eiszeit hat eine grandiose Seenlandschaft hinterlassen. Der erste Blick auf die Karte weist zwar auf ein Wirrwarr von zahlreichen Seen, Flüssen und Kanälen hin, aber rund um die Oberseen ist es übersichtlicher. Hier locken mit der Müritz, dem Plauer See, dem Fleesensee und dem Kölpinsee schöne Gewässer. Am Ufer der sauberen und von Wassersportlern geschätzten Seen stößt man auf malerische Städte wie Waren, Röbel, Malchow oder Plau am See. Kleine Etappen und große Naturerlebnisse prägen den stressfreien Urlaub.

Autark unterwegs

Mit unserem Wohnmobil sind wir autark. Toilette, Dusche, Strom aus der Bordbatterie und ausreichend Proviant machen uns völlig unabhängig. So können wir uns dort niederlassen, wo es uns gefällt und entweder einen einfachen Stellplatz oder einen komfortablen Campingplatz für die Nacht wählen. Das erste Ziel ist die idyllische Stadt Plau am See mit ihren malerischen Fachwerkhäusern. Zunächst sind wir von der Stadtkirche sehr angetan. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und gehört zu den Hallenkirchen westfälischen Typs. Wenig später stehen wir auf der Hühnerleiter, allerdings nicht im Hühnerstall, sondern über der Schleuse der Elde-Müritz-Wasserstraße und beobachten die Freizeitkapitäne beim Auf- und Abschleusen. Ähnlich lebendig geht es im Hafen zu, denn hier legen Boote an und ab, und Ausfl ugsschiffe laufen aus, um den Passagieren die herrlichen Seen nahe zu bringen. Nach einem schmackhaften Fischbrötchen geht es auch für uns weiter, zunächst nach Bad Stuer und dann weiter zum Lenzer Hafen am Lenzer Kanal.

Lesen Sie weiter in der Ausgabe Seenland 2008