Freitag, 19 April 2013 10:43

Gut zu wissen: Sportboote dürfen jetzt bis 15 PS ohne Führerschein gefahren werden

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Sportboote kann man auch in Waren an der Mecklenburgischen Seenplatte leihen Sportboote kann man auch in Waren an der Mecklenburgischen Seenplatte leihen Fotograf: Werk 3 - Agentur für Werbung und PR Werk 3, Bildeigner: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Wer ab dieser Saison den Wassersport in der Mecklenburgischen Seenplatte kennen lernen will, der hat Glück gehabt. Eine neue Verordnung macht den Wassersport an der Mecklenburgischen Seenplatte für noch viel mehr Menschen attraktiv. Ab der Wassersportsaison 2013 kann die Liberalisierung der Führerscheinregelung für Sportboote endlich in die Praxis umgesetzt werden. Sportboote bis zu 15 PS dürfen zukünftig ohne Führerschein gefahren werden. Einzige Voraussetzung ist, dass die Person min. 16 Jahre alt ist und das Sportboot darf auf allen Bundeswasserstraßen mit Ausnahme des Rheins und im Binnenbereich gefahren werden. Diese Regelung für Sportboote gilt bis zu einer Bootslänge von 15 Metern. Bislang waren Boote bis zu 5 PS führerscheinfrei. Bereits im Oktober 2012 trat die neue Regelung in Kraft und wurde vom ADAC begrüßt. An der Mecklenburgischen Seenplatte bleibt man ganz gelassen, denn die meisten Sportboote haben sowieso nur 5 PS.

 

Was bedeutet die Neuregelung für den Hausboot-Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte? 

Hausboote können schon seit längerer Zeit ohne Führerschein gefahren werden. Für den Hausboot-Urlaub benötigt man lediglich einen Charterschein, den man nach einer circa dreistündigen, detaillierten Einweisung vom Charterer erhält. Der Charterschein gilt für den ganzen Zeitraum des Hausboot-Urlaubs auf der Mecklenburgischen Seenplatte, beim nächsten Urlaub muss der Charterschein jedoch wieder erneut erworben werden.

 

Größere Attraktivität für den Urlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Der ADAC sieht in der Neuregelung der Führerscheinpflicht einen Vorteil für den Wassersport: „Mit der Neuregelung wird das Ziel verfolgt, die Attraktivität des Wassertourismus und der Sportschifffahrt in Deutschland zu erhöhen. Die im europaweiten Vergleich hohen Hürden in Deutschland werden abgebaut.“

Der ADAC würde es jedoch gern sehen, wenn wie für das Hausboot auch für die Motorboote eine verpflichtende mehrstündige Einweisung eingeführt werden würde, „wobei für die Umsetzung seriöse, zertifizierte Ausbildungsstätten zu benennen sind“. So könne für die Sicherheit in Wassergebieten wie der Mecklenburgischen Seenplatte gesorgt werden.

Wer mehr über die Neuregelung erfahren möchte, kann das Interview im Magazin Seenland mit Dr. Steffen Häbich, Leiter des Bereichs Wassertouristik und Sportschifffahrt des ADAC, lesen.

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