Auf Kanutour durchs Seenland

Geschrieben von Seenland

Unterwegs mit dem Kanu auf den Seen südlich von Berlin

Schwaanhavel-Rundtour

Eine Kanutour auf der lauschigen Schwaanhavel und den umgebenden Wasserstraßen eignet sich besonders für Einsteiger und sollte als Wochenendtour geplant werden. Der Weg führt durch Naturschutzgebiete, die zum Teil für Motorboote gesperrt sind. Startpunkt ist Priepert, von wo aus es nordwärts über den Priepertsee geht. Dem Kanal Richtung Wesenberg folgend biegt man in Sichtweite der Wesenberger Schleuse nach links ab. Hier beginnt die wildromantische Schwaanhavel. Durch die urwaltartige Vegetation hindurch gerät man bald auf den Plättlinsee. Dort geht es an der Betonnung immer am rechten Ufer entlang. Dem Verlauf des Sees folgend landet man an der Umtragestelle Wustrow. Wieder im Boot geht es entlang des linken Ufers eines Seerosenteichs über einen kleinen Moorsee auf den Klenzsee. Dort wechselt man an der engsten Stelle vom rechten auf das linke Ufer, bevor man unter einer kleinen Straßenbrücke zur Linken hindurchpaddelt. Der Grobenowsee bildet eine weite Bucht nach links, wohin der Kanute seinen Bug wendet. Es folgt die Dollbek, die sich durch ein Moorgebiet mit Schwarzerlenbruch windet, in dem man Eisvögel entdecken kann. Die Dollbek weitet sich zu einem kleinen See und kurz darauf überquert man den Labussee entlang des linken Ufers. Nach Passieren der Schleuse Canow geht es weiter über den kleinen Pälitzsee, von dem aus man nach etwa zwei Kilometern rechts in den großen Pälitzsee einbiegt. Nach dem Talschleusen an der Schleuse Strasen folgt die Ausfahrt auf den Ellbogensee.

 

Berliner Süden-Tour

Die Kanutour im Süden der Hauptstadt eignet sich besonders für Einsteiger. Start- und Endpunkt der Wochenendtour liegen bei „Kanusport Erk­ner“. Nach einem Kilometer erreicht man die Einfahrt in den Gosener Graben. Es folgen von sumpfigen Weich- und Hartholzauen gesäumte Ufer. Auf dem Seddinsee wird die kleine Insel Seddinwall passiert. Nachdem die Südspitze des Sees umrundet ist, geht es westlich nach rechts. Nördlich zweigt die große Krampe ab, in die man für einen Badestopp ein Stück hineinpaddeln kann. Danach geht es zurück und weiter in Richtung Köpenick. Einige Kilometer nach der Insel Kleiner Rohrwall liegt die Ruderregattastrecke am linken Ufer. Die Schloss­insel wird passiert, einige lärmende Straßenbrücken unterquert und der Kanute paddelt nach rechts weiter in die Spree. Fluss­aufwärts, vorbei am Köpenicker Rathaus, wird kurz vor dem Müggelsee am Biergarten des Berliner Bürgerbräu angelegt. Gestärkt geht es weiter über den Müggelsee und drei Kilometer hinter Müggelort rechts auf den Kleinen Müggelsee. Am westlichen Ende kann der Wasserwanderer sein Nachtlager am Ufer aufschlagen. Frühstück gibt es am nächsten Morgen beim Restaurant „Neu Helgoland“, wo auch angelegt werden kann. Ein Abstecher in die Kleingartensiedlung „Neu Venedig“ durch ein Labyrinth aus sehr schmalen Verbindungskanälen lohnt. Schließlich geht es zurück zum Dämmeritzsee und dem Anleger „Kanusport Erkner“.