Am Rand der Mecklenburgischen Seenplatte: 21. dokumentART 2012 in Neubrandenburg

Freitag, 26 Oktober 2012 10:12 geschrieben von  Christiane Kürschner
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Die DokumentART 2012 in Neubrandenburg am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte Die DokumentART 2012 in Neubrandenburg am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte @dokumentART

Wo macht sich ein Postbote noch die Mühe und sucht stundenlang Adressaten? In Kabul. Seine unermütlichen Bemühungen sind in „Postman“ mit einigem Witz festgehalten. Gab es die Verkündigungsgeschichte wirklich und wie ist sie mit der Natur, Mensch und Tier verzahnt? Darüber machen sich junge Finninen in „The Annunciation“ Gedanken.

Urlaub an der Mecklenburgische Seenplatte - Filme schauen in Neubrandenburg

Wie wirkt Karussellfahren auf die Lernkurve von 4jährigen aus? Wohl überhaupt nicht, aber Dr. Nick Laslowicz wollte dies, wohl als einziger, wissen und baute tolldreiste Karusselle.  Da wird einem auch als Zuschauer schwindlig.  So breit, so interessant und auch so absurd sind die Themen der diesjährigen dokumentART. Filmemacher aus der ganzen Welt entdecken dem Zuschauer auch Unbekanntes, Witziges und schauen auf scheinbar Bekanntes aus einem anderen Blickwinkel.

21. dokumentART zieht Besucher nach Neubrandenburg

Vom 16. bis 20.  November werden Neubrandenburg und Szczecin wieder zu Hauptstädten des europäischen Dokumentarfilms, denn die 21. dokumentART zieht Filmemacher und Filmfreunde ganz in ihren Bann. Allein im internationalen Wettbewerb werden 54 Arbeiten gezeigt, die aus 450 Einsendungen ausgewählt wurden. Der diesjährige Wettbewerb, so schätzt die langjährige deutsch-polnische Auswahlkommission ein, sei der interessanteste und hochkarätigste seit Jahren.  Dazu gibt es unter anderem ein spezielles Osteuropa-Programm. Die Kinder- und JugenddokART verspricht ebenfalls wieder ein Publikumsmagnet zu werden. Da gibt es unter anderem Einblicke in eine Artistenfamilie in „Zuckere Welt“ und „Hurdy Gurdy“ zeigt unsere reale Welt, wie sie in Spielzeugperspektive aussieht. Einfach niedlich. Gar nicht niedlich ist übrigens „Felix“, ein überaus nervender kleiner Zeitgenosse.  Der NDR steuert ebenfalls ein Spezialprogramm bei, unter anderem mit dem zur Diskussion anregenden Film „Als aus Sportlern Spitzel wurden: Das Stasierbe des SC Neubrandenburg“ .

Eröffnung mit Film aus Mecklenburg-Vorpommern

Eröffnet wird die dokART übrigens mit einem echten Highlight aus unserem Land: „Unplugged: Leben Guaia Guaia“. Die beiden Straßenmusiker, Elias Gottstein und Carl Louis Zielke, die von Regisseur Sobo Swobodnik zwei Jahre lang begleitet wurden, stammen aus Neubrandenburg und der Film wurde überdies von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern finanziell unterstützt. Und beim Filmfestival in München hat er übrigens schon den Publikumspreis geholt.

Termin: dokumentART vom 16. bis 20. November 2012, Neubrandenburg